Chronik

1811 Erste Nennung von Musikern einer Stadt-Musik-Gesellschaft: an Instrumenten werden 2 Trommeln, 2 Fagotte, 6 Klarinetten, 1 Triangel, 3 Waldhörner und 1 Halbmond erwähnt. 1813 Die Stadt-Musik-Gesellschaft erhält zwei Musikdirektoren mit zwei Abteilungen; ist zuständig für Kirchenmusik und Musik bei besonders feierlichen Anlässen. 1826 Das „Musikpersonal“ besteht aus 24 katholischen und 22 evangelischen Musikern für den Bereich Kirchenmusik, davon sind 9 privilegierte Stadtmusiker für Tanzmusik. 1830 Einrichtung eines städtischen Musikrats. 1920 Gründung eines Musikvereins im Restaurant von Fridolin Huber; erster Dirigent: Paul Zippel, erster Vorsitzender Rechtsanwalt Dreher. Enge Zusammenarbeit mit dem Liederkranz. 1924 1. Preis beim Württemberger Musikfest. 1934 Musikverein Ravensburg führt das erste Musikfest des Bezirks Oberschwaben durch. 1939-45 Blaskapelle spielt in Krankenhäusern und Lazaretten. 1947 Erster Auftritt nach dem Zweiten Weltkrieg beim Rutenfest. 1949 Musikverein wird zum Städtischen Orchester ernannt, das zunächst über ein großes Orchester, ein Kammerorchester und eine Blaskapelle verfügte. 1951 Prof. Hans Felix Husadel wird erster hauptamtlicher Musikdirektor und mit der Gesamtleitung des Orchesters beauftragt. 1958 Umbenennung in Orchestergesellschaft und erste Uniformierung. 1960 Hellmuth Haase wird Musikdirektor (bis 1976): große Erfolge des Blasorchesters, jährlich 10 Promenadenkonzerte, Turmmusiken sowie musikalische Gestaltung von kirchlichen Feiern und dem Rutenfest; 1976 Wolfgang M. Sieben wird Musikdirektor (bis 1983): er war der Vater der Frühjahrskonzerte. 1983 Siegfried Barth wird Musikdirektor: Frühjahrskonzert und Festlichem Konzert kommen große Bedeutung zu, Platzkonzerte bei der Dreifaltigkeitskirche erfreuen sich großer Beliebtheit. 1989 Kooperationsvertrag mit der Stadt Ravensburg. Umbenennung der Orchestergesellschaft in Stadtorchester Ravensburg e.V. 1990 erstes Rathauskonzert. 1999 MD Harald Hepner wird musikalischer Leiter des Stadtorchesters; er legt besonderen Wert auf die Erarbeitung originaler Blasmusikliteratur. 2011 rund 60 Musikerinnen und Musiker gehören dem Stadtorchester an.

 

(Text: Dr. Andreas Schmauder)