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Fagott + Oboe

Von links nach rechts: Janina Veith, Almut Gossenberger, Julia Rueß, Helen Maier

Sowohl Oboe als auch Fagott gehören zu den Holzblasinstrumenten mit Doppelrohrblatt. Die beiden Blätter dieses Doppelrohrblattes schwingen. Diese Schwingung wird auf den Luftfluss übertragen und so der Ton erzeugt. 
Mit jeweils zwei Spielern sind die beiden Instrumentengruppen meist die kleinsten Register in einem Symphonischen Blasorchester.

Bekannt sind beide Instrumente besonders aus Sergej Prokofieffs Werk „Peter und der Wolf“: Während der Großvater durch das tiefklingende Fagott dargestellt wird, wird die Ente von der Oboe gespielt.

Oboisten und Fagottisten haben im Symphonischen Blasorchester die wenigsten Auftritte im Jahr, da sie sich aufgrund ihrer Bauweise und ihrer Wetterempfindlichkeit nicht zum Marschieren eignen. So kommen sie in den Genuss ihr Orchester auch hin und wieder als Zuhörer unterstützen zu können. 

Oboenartige Instrumente gibt es schon seit der Antike. Aus dem Doppelrohrblattinstrument Schalmei des Mittelalters entstand im 17. Jhd. die Oboe. Heutzutage besitzt die Oboe eine ausgefeilte Mechanik, die ein differenziertes und virtuoses Spiel erlaubt. Der Tonumfang der Oboe umfasst knapp 3 Oktaven. Ihr Klang ist sehr ausdrucksstark. Je nach Spielweise entlockt ihr der Spieler einen sehr weichen, samtigen oder einen helleren, nasaleren Klang. Da der Oboenton ausgeprägte Obertöne hat, ist der Klang besonders deutlich hörbar.

Im Orchester trägt die Oboe nicht nur zum Gesamtklang bei, sondern sie hält auch gerne Zwiesprache mit Flöte oder Klarinette. Aufgrund der Möglichkeit mit der Oboe die unterschiedlichsten Affekte musikalisch darzustellen, wird sie innerhalb der Musik sehr vielseitig eingesetzt. In solistischen Passagen spielt sie öfters getragenere Melodien, kann jedoch genauso in schnellerem Tempo komische Effekte erzeugen.
Außer im Orchester spielt die Oboe auch in der Holzbläser-Kammermusik eine wichtige Rolle und wird gelegentlich in der Jazz- oder Pop-Musik eingesetzt.

Der Name Fagott kommt von dem italienischen Wort fagotto (=Bündel) und leitet sich von der mehrteiligen Bauart ab.  Dabei haben die einzelnen Teile des Fagotts sehr kreative Namen: S-Bogen, Flügel, Stange, Stiefel und Schallstück. Beim Fagott hat das Rohr eine Länge von 2,60 m. Deshalb wird die lange Röhre einfach „zusammengeklappt“. Somit ist das Instrument nur noch 1,30 m groß. Da es sehr schwer ist, hängt man sich das Fagott um den Hals.
Wegen dem sanften Klang wurde das Fagott auch lange Zeit „Dolcian“ genannt. 

Die „Neue Musikzeitung“ druckt 1882 folgende Beschreibung für Fagottisten: „Die Fagottbläser sind im Grunde gutmütig, äußerlich scheinbar lichtscheu und eingezogen, aber originell und wunderlich, humoristisch unter Bekannten.“
Es soll jedem selber überlassen bleiben, dies zu überprüfen.